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Bild: Stefan Heinze

Bürgerinitiativen halten das Dorf zusammen

Nachricht 31. Mai 2017
Der Dorfladen in Otersen Bild: Günter Lühning

Der Dorfladen ist das einzige Geschäft im 500-Einwohner-Dorf Otersen im Landkreis Verden, sein Café die einzige Gaststätte - und damit Treffpunkt für Nähzirkel, Nachbarn und Seniorengruppen. Wirtschaft und soziale Aufgaben, "die kann man hier gar nicht trennen", sagt Günter Lühning, Mit-Gründer und im Vorstand des Dorfladen-Vereins.  

Der Laden gehört den mittlerweile 160 Vereinsmitgliedern - allesamt Dorfbewohner: Sie haben 422 Unternehmensanteile in Höhe von je 250 Euro gezeichnet, ein Gebäude gekauft, es ehrenamtlich saniert. "Ohne uns Bürger gäbe es hier gar nichts mehr", sagt der Sparkassen-Filialleiter. Vor fast 20 Jahren schloss der einzige Supermarkt, die Gaststätte folgte. "Wie fast alle Dorfläden sind auch wir entstanden, weil sich die freie Wirtschaft zurückgezogen hat und wir aber kein totes Dorf wollen", sagt Lühning, der auch Vorsitzender der Bundesvereinigung der Dorfläden ist. 200 Dorfläden gibt es mittlerweile bundesweit. Tendenz: steigend - "obwohl es für kleine Bürgerunternehmen noch immer zu viele Hürden gibt".

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