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Bild: Stefan Heinze

Telefonseelsorge: das ganze Jahr über gefragt

Nachricht 14. Januar 2020

"Man hört Dinge, die man aus keinem Film oder Buch kennt"

Frau Kretschmer, die Telefonseelsorge wird von den christlichen Kirchen getragen, arbeitet aber weitgehend im Verborgenen. Wer ruft bei Ihnen an?
Das sind natürlich oftmals Menschen in Lebenskrisen. Viele von ihnen haben ganz konkrete Fragen und erhoffen sich Antworten. An Weihnachten hat etwa ein Mädchen beim Kinder- und Jugendtelefon angerufen. Die Eltern hatten sich kürzlich getrennt, das Kind aber nur einen Weihnachtsstern in der Schule gebastelt. Mutter und Vater hatten beide einen Baum - nun wusste das Mädchen nicht, bei wem es seinen Stern aufhängen soll und steckte in einem echten Loyalitätskonflikt. Wir haben dann im Gespräch gemeinsam den Plan entwickelt, noch einen kleinen Stern zu basteln, um jeweils einen zu beiden Elternteilen mitzunehmen. So ist unsere Arbeit gedacht: Die Ratsuchenden finden im Gespräch selbst Lösungen, die zu ihnen passen.

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Weitere Informationen

Unter der Nummer (0800) 111 0 111 und auf der Website www.telefonseelsorge.de ist die Telefonseelsorge bundesweit täglich rund um die Uhr erreichbar. Rund 7.500 umfassend ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit vielseitigen Lebens- und Berufskompetenzen stehen Ratsuchenden in 105 TelefonSeelsorgestellen vor Ort zur Seite.

Träger der TelefonSeelsorge sind in Deutschland die Evangelische und Katholische Kirche. Die Deutsche Telekom trägt seit 1997 sämtliche Gebühren für die unter den beiden Sondernummern geführten Telefongespräche. Dazu unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Telefonseelsorge finanziell.