ea_Schaukasten_Header-5204_lr

Bild: Stefan Heinze

Smarte Hilfe im Mediencafe

Nachricht 30. Januar 2020

Jugendliche helfen Senioren - und lernen selbst dabei

Im Gemeinderaum von St. Petri in Hannover-Döhren klingelt es. „Brrr, brrr“, macht ein Handy. Doch die Jugendlichen und Senioren, die in drei Gruppen zu zweit oder dritt um einen langen Tisch mit Tee, Keksen und Mandarinen sitzen, stört das nicht. Sie tuscheln weiter und beugen ihre Köpfe über die kleinen Monitore.

Dann klingelt es schon wieder. Dasselbe Handy, ein anderer Ton. Eine Gruppe stellt gerade einen Klingelton ein. Die Auswahl ist wohl noch eine der einfachsten Fragen, denen sich die drei Senioren und sechs Schüler an diesem Vormittag stellen. Auf dem Tisch liegt alles, was im Umgang mit den Kommunikationsgeräten Probleme bereitet. „Mediencafé“ nennt sich die Veranstaltung in der Kirchengemeinde. Die hilfsbereiten Schüler kommen aus der Glockseeschule gegenüber.

Auch vor Hans-Jürgen Pfrimmer und Sophie Behr liegen zwei Handys, ein Tablet und ein Problem, das ihn sehr geärgert hat, wie Pfrimmer sagt. „Ich wollte ein Backup machen, aber das ging nicht“, so der Über-70-Jährige.

Ganzen Artikel lesen

Das Glocksee-Konzept

„Schulängste? – Denkste!“, – mit diesem Motto ist die Glocksee Schule vor nun fast vierzig Jahren an die Öffentlichkeit getreten. Unter den damaligen gesellschaftlichen und schulorganisatorischen Rahmenbedingungen war das Glocksee-Konzept, dass Kinder ohne Zwang, ohne Notendruck und Strafen, erfolgreich lernen könnten, höchst umstritten. Ebenso ungewöhnlich für die Schullandschaft war seinerzeit auch die Forderung, dass Kinder in der Schule nicht nur als „Schüler“ betrachtet werden sollten, sondern als eigenständige Persönlichkeiten, die ihre Bedürfnissen und Interessen in die Schule einbringen und mit ihren Vorstellungen das Schulleben und die Unterrichtsorganisation mit gestalten.

Die Webseite der Glockseeschule Hannover