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Bild: Stefan Heinze

Streuobstwiese für den Friedhof

Nachricht 11. Mai 2020

Die Hippolit-Kirchengemeinde in Amelinghausen hat das große Glück, zwei fachkundige und interessierte Menschen im Kirchenvorstand zu haben. Die Kirchengemeinde hatte beschlossen, die vorhandenen Überhangflächen des Friedhofs sinnvoll zu nutzen und den Friedhof im Lopautal zu einem natürlichen Ort weiterzuentwickeln und ihn so für Besucher*innen attraktiv zu machen.

Rainer Schütze, Gärtnermeister mit Fachrichtung Friedhofsgärtnerei und Katharina Stelter, Hauswirtschaftsleiterin, zu deren Ausbildungsinhalten auch der Nutzgarten gehörte, haben schon viel erreicht. Es gelang Ihnen einen beträchtlichen Zuschuss der BINGO Umweltstiftung zu bekommen, die gerne kleine konkrete Projekte unterstützt. In enger Zusammenarbeit mit der Gartenbauabteilung des SOS Kinderdorfes Hof Bockum setzen sie das Vorhaben um. Mitarbeitende von dort führen die nötigen Arbeiten aus und übernehmen die Pflege.

Alte Obstsorten, wie zum Beispiel die Apfelsorten Altländer Pfannkuchen, Celler Dickstiel und Danziger Kantapfel, die auch mit den mageren Bodenverhältnissen zu recht kommen, wurden gepflanzt. Auch die Hedelfinger Riesenkirsche und Schneiders späte Knorpelkirsche, Birnen und Hauszwetschgen wird man einmal ernten können. Sehr anschauliche Tafeln informieren über den ökologischen Wert einer Streuobstwiese.

Nistkästen und Insektenhotels bieten Unterschlupf für kleine und große Tiere. Eine ökologisch wertvolle Totholzhecke in Verbindung mit einem Steinberg als Schlangengrube, soll das Gelände abgrenzen und ein Rückzugsort für Reptilien und kleine Säuger sein.