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Bild: Stefan Heinze

Ehrenamtliche Pilgerbegleiter unterstützen Pilgernde

Nachricht 17. Juni 2021

Hoffnung auf den Sommer für den Pilgerweg Loccum-Volkenroda

Kirchengemeinden bereiten sich auf die kommende Saison vor

Hubertus Menke war schon unterwegs. 13 Kilometer lang ist seine Pilgerstrecke zwischen Dransfeld und dem ehemaligen Kloster Mariengarten im Göttinger Land. Er hat kontrolliert, ob die Wegeschilder sichtbar sind und keine umgestürzten Bäume die Strecke blockieren. Ganz besonders hat sich der ehrenamtliche Wegewart des Pilgerwegs Loccum-Volkenroda aber um die Pilgerkapelle bei Jühnde gekümmert.  Der Zuweg musste mit etlichen Säcken Holzschnitzeln neu aufgeschüttet und befestigt werden. Der kleine rote Pavillon mit Glockenturm unterhalb des Hohen Hagen ist einer der Magneten auf der Pilgerstrecke. „Wir haben schon viele Tagesgäste hier oben, das zeigen die Gästebucheinträge“, sagt der Pilgerbeauftragte.

Dass die Menschen Sehnsucht nach dem Unterwegssein auf dem Pilgerweg haben, stellt auch Susann Röwer fest. „Ich bekomme viele Anfragen, ob das Pilgern schon möglich ist, wo man übernachten kann und welche Kirchen auf dem Weg geöffnet haben“, sagt die Koordinatorin für den Pilgerweg Loccum-Volkenroda im Haus kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers. „Aufgrund der Corona-Einschränkungen sind die Standards  der vielen verlässlich - gastfreundlichen Angebote der Klöster und Kirchengemeinden unterwegs in diesem Jahr erneut ausgesetzt. Das heißt, dass die Gemeinden auf dem Weg zurzeit selbst entscheiden, was sie Interessierten verantwortlich anbieten können.“

Ehrenamtliche Pilgerbegleiter unterstützen Pilgernde

Von spontanem Lospilgern rät Röwer vorerst ab. „Normalerweise können die Pilgernden unterwegs Übernachtungsmöglichkeiten finden. Kirchengemeinden bieten Plätze in ihren Gemeindehäusern an oder es gibt Unterkunft in Hotels und Pensionen“, sagt sie. Wer dennoch seine Pilgertour starten will, sollte sich vorher nach der Lage vor Ort erkundigen. „In den Kirchengemeinden gibt es ja nicht nur Schlafplätze, sondern auch verlässlich geöffnete Kirchen, Ansprechpartner für Fragen, häufig auch die Möglichkeit, etwas zu trinken oder eine Toilette zu benutzen. “

„Zu den kirchlichen Angeboten auf dem Pilgerweg gehören auch unsere ehrenamtlichen Pilgerbegleiterinnen und -begleiter“, fügt Röwer hinzu. 31 Männer und Frauen sind in den vergangenen Jahren von der Landeskirche zu zertifizierten Pilgerbegleitern ausgebildet worden. Verteilt über die rund 100 Kirchengemeinden, die sich an dem Pilgerweg Loccum-Volkenroda beteiligen, stehen sie Pilgernden mit Rat und Tat zur Seite. Manche bieten spezielle Pilgertouren wie „Pilgern für Managerinnen und Manager“ an, andere laden zum Pilgern im Schweigen oder zum Thema „Schöpfung bewahren“ ein. Rund 300 Kilometer beträgt die gesamte Strecke zwischen Loccum und Volkenroda, die in gut zwei Wochen erwandert werden kann. Der Weg führt von Niedersachsen über die ehemalige innerdeutsche Grenze nach Thüringen. 2005 wurde der Pilgerweg in Trägerschaft der hannoverschen Landeskirche eröffnet.

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